Grußworte

 

Gewalt gegen Kinder trifft die grundsätzlich schutzlosesten Mitglieder unserer Gesellschaft. Daher muss für jeden, der unser Wertesystem akzeptiert, der Schutz der Kinder gegen Gewalt höchste Priorität besitzen.

Dieser Schutzbedarf besteht in allen Strukturen und Schichten unserer Gesellschaft. Niemand darf wegschauen, jeder muss sich zum Handeln aufgerufen fühlen, wenn er Gewalt gegen Kinder zur Kenntnis bekommt. Der Ruf richtet sich an Eltern, Geschwister, Verwandte, Bekannte, Nachbarn, Lehrer, Ärzte und auch die Politik. Keiner kann und darf sich dieser Verantwortung entziehen. Wer wegschaut, begeht selber Gewalt gegen Kinder.

Gewalt gegen Kinder wird vielfach mit körperlicher Gewalt oder sexueller Misshandlung gleichgesetzt. Die Medien sind in den letzten Jahren voll mit Berichten darüber gewesen, zumal diese Gewalt oftmals sogar innerhalb von Schutzräumen ausgeübt wurde. Als Täter werden meist Erwachsene identifiziert. Es darf aber dabei nicht vergessen werden, dass Gewalt gegen Kinder auch von Kindern ausgeübt wird. Hier ist nicht nur Eingreifen, sondern auch Prävention und Information gefragt.

Gewalt gegen Kinder findet aber nicht nur körperlich statt. Mindestens ebenso grausam ist die seelische Gewalt, die Kindern angetan wird. Sie ist schwerer zu erkennen. Die heute vorhandenen Medien wie Internet ermöglichen völlig neue Wege der Ausübung von Gewalt. Das bedeutet, dass die Aufmerksamkeit in Bezug auf diese Problematik sehr breit aufgestellt sein muss. Kein Bereich ist heute mehr frei von Gewalt gegen Kinder.

Gewalt gegen Kinder erzeugt nicht nur Opfer. Häufig haben auch die Täter, die diese Gewalt ausüben, eigene Erfahrungen mit Gewalt gegen sich als Kind gemacht. Somit können eine konsequente Verhinderung von Gewalt gegen Kinder und eine konsequente Arbeit mit Kindern, die Gewalt erfahren haben, bereits Präventionsmaßnahmen gegen weitere Gewalt sein.

Aus diesen Gründen begrüßt und unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe die Aktion Gewalt gegen Kinder und ruft ihre Mitglieder zur aktiven Beteiligung zum Schutz der Kinder auf.

Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden
1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe


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