Folgen von Cybermobbing


Cybermobbing hat meist Folgen für die Opfer, aber auch häufig für die Täter. Diese können einerseits abhängig sein von Ausmaß, Häufigkeit und Dauer des Cybermobbings 23). Andererseits sind die Folgen abhängig von den Betroffenen selbst. Beispielsweise berichten viele Kinder und Jugendliche von extremer emotionaler Belastung durch Cybermobbing, andere geben an, dass ihnen Cybermobbing nichts aus macht 9) 12).

Folgen für die Opfer

Betroffene können sich Cybermobbing kaum entziehen, da es ständig verfügbar und öffentlich verbreitet ist 5). Besonders öffentliches Cybermobbing mit (peinlichen) Fotos und Videos wird als belastend empfunden 20). Diese Belastung steigt, wenn Cyber-Opfer in der Realität auf die peinlichen und belastenden Inhalte angesprochen werden 21). Dennoch hängen die Folgen für die Opfer von der Art des Cybermobbings und ihrer eigenen Bewertung ab. Nicht jede gemeine E-Mail zieht automatisch schwerwiegende Konsequenzen nach sich.

Wie Cybermobbing belastet

Werden Cyber-Opfer direkt nach den Folgen von Cybermobbing für sie persönlich gefragt, so berichten in internationalen Studien circa ein Fünftel der Cyber-Opfer von ernsthafter emotionaler Belastung, ein Drittel von keiner empfundenen Belastung und der Rest von leichter emotionaler Belastung 12). Ähnliche Ergebnisse zeigen sich auch im Rahmen der TK-Studie 22): Wie in obiger Abbildung zu sehen, waren beispielsweise 66 Prozent der Betroffenen wütend, 35 Prozent fühlten sich verletzt und 18 Prozent berichteten von Schlaflosigkeit, einer ernstzunehmenden psychosomatischen Folge.