Was kann man gegen Cybermobbing tun?


Und viertens gilt: Cyber-Opfer sollten Freunden, Eltern oder anderen Vertrauenspersonen über ihre Erfahrungen berichten und sich bei ihnen Hilfe holen. Einerseits können Gleichaltrige emotionale Unterstützungen leisten und haben vielleicht Tipps für technische Lösungen wie beispielsweise Cybermobbing beim Anbieter zu melden. Andererseits sollten in jedem Fall Erwachsene hinzugezogen werden, da diese besser beurteilen können, in welchen Situationen weitere professionelle Hilfe nötig ist. Professionelle Hilfe gibt es an ganz unterschiedlichen Stellen.

Im Schulkontext beispielsweise können Elternpflegschaftsvorsitzende, Schulsprecher, Klassen- oder Vertrauenslehrer, Schulsozialpädagogen oder Schulleiter angesprochen werden. Auch wenn Cybermobbing außerhalb der Schule stattfindet, sollte es dort thematisiert werden, denn oft sind Opfer und Täter in der gleichen Klasse oder auf der gleichen Schule. Darüber hinaus gibt es in jeder größeren Stadt Schulpsychologische Beratungsstellen, Erziehungsberatungsstellen, Jugendämter und Polizeidienststellen mit kompetenten Ansprechpartnern.

Falls Betroffene im Elternhaus und in der Schule keine Ansprechpartner finden, können sie sich auch anonym und kostenfrei von Handy und Festnetz an eine bundesweite "Nummer gegen Kummer" (0800 111 0333) wenden oder sich von Gleichaltrigen im Internet beraten lassen (http://www.juuuport.de).

Autoren: Stefanie Pieschl und Torsten Porsch