Grußworte

 

Gewalt gegen Kinder ist ein schweres kriminelles Vergehen. Gewalttaten gegen Kinder zu vermeiden, erfordert bei allen am Entwicklungsprozess der Kinder Beteiligten ein hohes Maß an Verantwortung, Sensibilität und persönlicher Kompetenz.

Wichtig ist, dass schon kleinste Anzeichen von Gewalt frühzeitig erkannt und die notwendigen Schritte dagegen eingeleitet werden.

Gewalt gegen Kinder hat weit reichende Konsequenzen, denn körperliche, psychische und sexuelle Gewalt greifen ineinander über. Das Kind wird in seiner Gesamtpersönlichkeit verletzt, wobei die psychischen Verletzungen die körperlichen Wunden oft sehr lange überdauern können.

Daher kommt der Früherkennung von Vernachlässigung und Gewalt eine große Bedeutung zu. Die Landesregierung weiß um die Verantwortung für die Gewaltprävention. Alle Berufsgruppen, die sich um die Belange von Kindern kümmern, wie z. B. Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, müssen sensibilisiert werden. Ebenfalls notwendig ist eine enge Zusammenarbeit der Jugendhilfe und der Gesundheitseinrichtungen. Alle müssen gemeinsam im Sinne der Kinder handeln!

Eine geeignete Möglichkeit der Früherkennung von Gewalt bieten die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, U1 bis U9. Diese Untersuchungen sind ein gesetzlich garantiertes Angebot, das von den meisten Eltern auch angenommen wird. Doch die Zahl der Kinder, die an den Untersuchungen teilnehmen, nimmt mit steigendem Alter deutlich ab. Gerade Kinder aus sozial benachteiligten Familien werden seltener oder gar nicht von Ärztinnen und Ärzten untersucht.

Die Landesregierung möchte, dass möglichst alle Eltern diese Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Krankheiten oder Entwicklungsstörungen, aber auch mögliche Gewalteinwirkungen können so frühzeitig erkannt werden. Deshalb haben wir die Aktion „Gesunde Kindheit“ ins Leben gerufen. Sie erinnert alle Eltern, die ihr Kind nicht rechtzeitig einer Ärztin oder einem Arzt vorgestellt haben, an den nächsten anstehenden Vorsorgetermin.

Der aktualisierte Leitfaden "Gewalt gegen Kinder" der Techniker Krankenkasse unterstützt alle Fachberufsgruppen sowie die Ärztinnen und Ärzte dabei, die Symptome von Gewalt frühzeitig zu erkennen. Ich hoffe auf eine weite Verbreitung des Leitfadens und reges Interesse bei den Adressatinnen und Adressaten.

Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Leitfaden

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